Machen ist wie Wollen, nur krasser – auch in der Kommunikation

Du wolltest dich längst mal entschuldigen. Du hattest vor, jemandem Danke zu sagen. Du hast dir vorgenommen, dieses eine Gespräch endlich offen, ruhig und wertschätzend zu führen. Und dann? Kam der Alltag. Oder der Stolz. Oder das flaue Gefühl im Bauch. Und was bleibt, ist eine gute Absicht, irgendwo zwischen Kaffeetasse und Kalender. Wertschätzung ist kein Gedankenexperiment Es gibt diesen wunderbar schnoddrigen Spruch aus der Startup-Welt: „Machen ist wie Wollen, nur krasser.“ Und der gilt nicht nur für Businesspläne oder Fitnessziele. Der gilt auch für Kommunikation. Denn wir alle wollen wertschätzend sein. Aber wie oft zeigen wir es wirklich? Wertschätzung beginnt da, wo du handelst. Nicht: „Ich hätte dich fast gelobt, aber dann war die Stimmung nicht passend.“ Sondern: „Ich habe gesehen, was du geleistet hast – und das war richtig stark.“ Nicht: „Ich hab dir doch angemerkt, dass ich's schade fand.“ Sondern: „Es hat mich verletzt, dass du mich da übergangen hast.“ Nicht: „Ich wollte dich nicht unterbrechen, aber …“ Sondern: Einfach mal: Zuhören. Punkt. Wollen beruhigt das Gewissen. Machen verändert Beziehungen. Es braucht Mut, Dinge auszusprechen. Mut, bewusst in eine wertschätzende Haltung zu gehen, auch wenn’s grad emotional knirscht. Aber genau da passiert Entwicklung. Genau da entsteht Verbindung. Wertschätzung, die nur gedacht wird, kommt nicht an. Wertschätzung, die ausgesprochen, gezeigt, gelebt wird, verändert Atmosphäre, Dynamik – und manchmal auch Menschen. Unser Aufruf heute: Denk nicht nur drüber nach, wertschätzend zu sein. Sprich es aus. Zeig es. Mach es. Denn machen ist wie wollen – nur krasser. Und wertschätzender. Konfliktbaustelle – wo Kommunikation nicht nur gedacht, sondern gemacht wird.

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