Süßigkeitenschubladenzeitschaltuhr
Morgens. Küche. Immer. Ein Blick in den Garten, der langsam heller wird. Zwei Tassen auf dem Tisch. Kaffee für mich, Tee für meinen Lieblingsmenschen. Oder umgekehrt? Vielleicht noch ein Glas Saft. Es ist ruhig. Also fast. Denn da sitzen sie schon. Drei Königspudel. Eine Lhasa-Apso-Dame. Aufmerksam. Erwartungsvoll. Hochkonzentriert. Nicht irgendein Sitzen. Das ist kein zufälliges Verweilen. Das ist ein präzise einstudiertes Ritual. Denn sie wissen: Wenn wir beide sitzen , und erst dann, passiert in absehbarer Zeit etwas Entscheidendes. Die Süßigkeitenschublade geht auf. Und in dieser Schublade – strategisch günstig in Griffweite – liegt die Schnittstelle zwischen zwei Welten: Schokolade für uns. Butterkekse für sie. Mindestens zwei. In kleine Stücke gebrochen. Vornehm angereicht. Gerecht verteilt. Verlässlich. So will es das Gesetz. Und wenn dieses Gesetz nicht eingehalten wird? Dann beginnt die Kommunikation. Mary-Lou übernimmt die erste Eskalationsstufe. Ein leichtes Wackeln des gan...