Vom Pubertier zur Persönlichkeit – oder: Wie Zugehörigkeit erwachsen macht
Wir haben ja bekanntlich drei Königspudel. Die beiden Damen Curley und Bilka – gesetzter, routiniert, mit klarer innerer Landkarte. Und dann ist da noch Bobby. Deutlich jünger. Pubertier. Kindskopf vor dem Herrn. Einer von denen, die immer genau den Platz nehmen, den jemand anderes gerade freigelassen hat. Nie der Erste. Aber immer dabei. Diese Woche stand der Friseurbesuch an. Diesmal anders. Zum ersten Mal Bobby allein. Und zum ersten Mal ich allein mit ihm. Schon die Fahrt war ungewohnt. Kein Lieblingsmensch auf dem Beifahrersitz. Keine vertraute Dreierkonstellation. Nur wir zwei. Ein bisschen Unsicherheit auf beiden Seiten, würde ich sagen. Diese leise Frage, die weder Hund noch Mensch aussprechen, aber beide spüren: Schaffen wir das? Beim Frisieren habe ich ihn gehalten. Nicht nur körperlich. Ich habe Beistand geleistet, beruhigt, Nähe angeboten. Und – ganz praktisch – verhindert, dass ihm ein Ohr abgeschnitten wird oder Schlimmeres. Die Rückfahrt war schon gelöster. Und die ...