Einfach. Echt. Blogspot. I´m a simple man?
Neulich fragte mich ein Kollege:
„Sag mal, dein Blog ist cool, ich lese die Beiträge gerne, aber warum bist du eigentlich noch bei Blogger? Das ist doch total… 2008.“
Die Frage überraschte mich, ich dachte kurz nach. Um dann mit der mir eigenen Mischung aus Stolz und leichtem Trotz zu antworten:
Weil ich es kann. (Anmerkung: erste spontane Reaktion, passt immer)
Weil ich schreiben will, und nicht konfigurieren.
Weil mir Inhalte wichtiger sind als Plugins.
Und weil ich beim Wort „Funneloptimierung“ leichte Hautirritationen bekomme.
Ja, auf den zweiten Blick ist die Frage gar nicht so unberechtigt.
Was kommuniziere ich eigentlich, wenn ich ausgerechnet auf "Blogger" schreibe? Und nicht auf einem selbst aufgesetzten WordPress-System mit SEO-Automatisierung, Landingpages und Technikgedöns?
Zum Beispiel:
Dass man keinen Designfachmann braucht, um gute Gedanken in die Welt zu setzen.
Dass Klartext mehr zählt als Klickzahlen.
Dass ein Text im Arial-Format mit Seele mehr bewegt als ein Text mit Parallax-Scrolling-Effekt ohne Inhalt.
Ich schreibe noch selbst. Ohne Agentur, die meine Zielgruppe „verknüpft“.
Hier schreibt kein Roboter. Hier schreibt ein Mensch.
Mit Gefühl. Mit Fehlern. Mit Kaffee. Und mit Stil, naja, mit meinem halt.
Die Plattform "Blogger" bedeutet für mich:
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Schnell die Idee festhalten, ohne vorher ein Update der PHP-Version machen zu müssen.
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Direkt veröffentlichen, ohne 17 SEO-Häkchen, Social-Media-Autopush, Keyworddichte oder Google-Analytics-Bauchschmerzen.
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Einfach bloggen. Von Hand. Wie Großmutters Apfelkuchen: ohne Backmischung. Dafür mit echter Zutat.
Und was sagt das nun über mich?
Dass ich kein System brauche, das mir sagt, wann ich posten soll.
Dass ich keine Statistik brauche, um zu wissen, ob ein Beitrag ankam.
Dass ich meine Leser nicht in Kunden-Stufen einteile, sondern als Menschen wahrnehme.
Ich blogge, weil ich etwas zu sagen habe.
Nicht, weil der Algorithmus es will.
Konfliktbaustellen-Tipp zum Schluss:
Wenn dich jemand fragt, warum du immer noch auf Blogger bloggst,
lächle. Und sag:
„Weil ich was zu erzählen hab. Und weil ich keine Angst habe vor einem Blog ohne Verkaufsziel.“
Dann nimm einen Schluck Kaffee.
Und schreib weiter.
Was? Zum Beispiel, welcher Song zu dieser Erkenntnis passt:
Ich entscheide mich für "Simple Man" von Lynyrd Skynyrd, 1973, der Text ist eine Art musikalisches Vermächtnis über Werte, Einfachheit und Integrität.
Ja, das passt für mich: I’m a simple man, und genau deshalb blogge ich hier.
Aber ihr könnt das natürlich auch anders sehen, mein Lieblingsmensch tut das auch ...
Bis bald im nächsten Post ... MD
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