Manchmal kommt es anders ... die Leser entscheiden!
Manchmal macht man etwas anders als sonst – und ist ziemlich sicher, dass es gut ankommen wird.
So ging es mir mit meinem letzten kleinen Experiment auf der Konfliktbaustelle.
Statt meiner üblichen Gedanken über Kommunikation, Konflikte und Mediation gab es einen Kurzkrimi: „Kommissar Elster“ von Alex Wagner. Originell, unterhaltsam, mit einem Rechtsanwalt, einem Mordfall und einer ausgesprochen diebischen Elster.
Ich hatte sogar die Hoffnung, damit einmal andere Leser auf die Konfliktbaustelle zu locken.
Das Ergebnis?
Ausgerechnet dieser Beitrag wurde deutlich weniger gelesen als meine üblichen Beiträge.
Erst war ich überrascht. Dann fand ich es interessant.
Vielleicht kommen die Leser der Konfliktbaustelle nämlich gar nicht hierher, weil sie irgendeine möglichst unterhaltsame Geschichte lesen möchten.
Vielleicht kommen sie gerade wegen dieser kleinen Gedanken über Kommunikation, Missverständnisse, Konflikte und das manchmal merkwürdige menschliche Miteinander.
Und vielleicht liegt darin eine ganz einfache Erkenntnis:
Wer versucht, etwas für andere interessanter zu machen, sollte nicht vergessen, weshalb die anderen überhaupt gekommen sind.
Das gilt für einen Blog.
Und irgendwie auch für die Kommunikation.
Wir glauben oft ziemlich genau zu wissen, was unser Gegenüber interessieren, überzeugen oder erfreuen wird.
Und dann reagiert es völlig anders.
Das muss kein Misserfolg sein.
Vielleicht ist es einfach eine Information.
Man muss nur hinschauen.
Denn am Ende entscheidet nicht der Sender, wie interessant seine Botschaft ist.
Das entscheidet der Empfänger.
Oder, wie ich es für mich aus diesem kleinen Experiment mitgenommen habe:
Unterschätze nicht den Leser. Er entscheidet.
Sechs Worte. Mehr braucht Kommunikationstheorie manchmal nicht.
MD
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